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- Michael Franz

36. Besson Swiss Open Contest: Der Liveticker

Das war’s von uns aus Luzern. Der ausführliche Nachbericht folgt in den nächsten Tagen auf unserer Webseite.

Vielen Dank fürs Mitlesen und bis bald!


Hier ist Rangliste:

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So, es ist vollbracht. Mit etwa 45 Minuten Verspätung beenden wir den Wettbewerb. Wir haben grossartige Musik gehört und vermuten ein enges Rennen. Es gab schon klarere Wettbewerbe, es hat niemand völlig dominiert.

Die Juroren um Peter Graham, David Childs, Howard Lorrriman, Huw Morgan und Pascal Eicher ziehen sich nun zur Beratung zurück, um die komplette Rangliste zu erstellen.

Hier ist unsere Vorhersage als Diskussionsgrundlage beim verdienten Kaltgetränk:

1.      Brass Band 13 Étoiles

2.      Valaisia Brass Band

3.      Brass Band Berner Oberland

4.      Liberty Brass Band

5.      Brassband Bürgermusik Luzern

6.      Ensemble de Cuivres Valaisan


— 10. Brass Band Fribourg (Robin Bartholini) – A Gabrieli Fantasy (Bert Appermont)

Zum Abschluss des Tages hören wir ein weiteres Werk von Bert Appermont. Der belgische Komponist hat in den letzten Jahren wahre Perlen an Brass-Band-Teststücken produziert.

Im Werk sitzt die Band in einer speziellen Aufstellung: Hörner anstelle Backrow, die Cornets bilden den inneren Kreis mit Principal und Soprano Cornet in der Mitte. Euphonium/Baritons sitzen dahinter vor den Tuben.

Sie zeigen eine mutige Eröffnung, wobei nicht ganz alle Echoeffekte hundertprozentig gelingen. Die unglaublich anspruchsvollen Technikpassagen liefern sie gekonnt ab und belohnen das noch anwesende Publikum mit ihrem engagierten Spiel.

Die Tubisten produzieren breite Orgelklänge, worauf sich die wilden Läufe legen können. Was für ein Finale des Tages!

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— 9. Wallberg Band (Paul Holland) – On The Shoulders of Giants (Peter Graham)

Das dritte Werk von Peter Graham des heutigen Tages erklingt durch die Wallberg Band. Nach Startnummer 1 am Morgen hatten sie eine ewige Pause. Die eröffnende Hommage an Anton Bruckner wird von den Posaunen lasermässig in den Saal projiziert.

Der mittlere Jazzteil wird wunderbar gestaltet, mit wunderschönen Flügelhorn- und Posaunen-Soli.

Einzelne Leute im Publikum beginnen nach dem Choralteil schon zu klatschen, so schön wars, doch wir nehmen den Schlussteil gerne noch mit.

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— 8. Brass Band 13 Étoiles (Frédéric Théodoloz) - From Ancient Times (Jan Van Der Roost)

Wir erlebten gerade die kompletteste Performance des Tages. Angefangen bei den tiefen Registern mit einem runden, vollen Sound, über die bissigen Posaunen, die in «From Ancient Times» ziemlich beschäftigt werden, bis zu den grandiosen Solistinnen und Solisten der vordersten Plätze.

Von A bis Z ein Auftritt zum geniessen mit einem grandiosen Werk von Jan Van der Roost.

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— 7. Brassband Bürgermusik Luzern (Michael Bach) - Fraternity (Thierry Deleruyelle)

Die Luzerner treten heute in der “Willebroek”-Aufstellung an: Kleiner Innenkreis mit dem Flügelhorn am Bühnenrand, dahinter die Reihe Euphonium/Bariton, welche direkt zu den Tubas übergeht.

Der Solo Euphonist eröffnet das Werk mit einem gefühlvollen Solo. Das bedrohliche Kulisse für das kommende Bergunglück, welches das Stück beschreibt, wird kontinuierlich aufgebaut. Dieses wird dann durch kräftige Backrow-Cornets und knurrende Posaunen eindrücklich dargestellt.

Wir sehen dann doch noch einen Geigenbogen auf dem Vibraphone im Einsatz. Den ersten des Tages! Der versöhnende Choral wird wunderbar vom Principal Cornet eingeleitet und von Michael Bach mit vollem Herzblut dirigiert. Die Band gibt alles und kommt zu einem emotionalen Schluss.

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— 6. Brass Band Luzern Land (Patrick Ottiger) – Audivi Media Nocte (Oliver Waespi)

Wir bekommen doch noch ein Waespi-Werk zu hören heute. Die Brass Band Luzern Land tritt mit einer sehr jungen Mannschaft an, die ihre Sache sehr gut macht.

Rhythmisch sind sie sehr präzis und eher auf der schnellen Seite. Die beiden Trios am Bühnenrand sind absolut überzeugend, toller Posaunensolist.

Die Energie baut sich auf bis zum Ende und ist zu viel für das einte Becken, dass dem Perkussionist in hohem Bogen aus der Hand fliegt. Das soll die hervorragende Leistung jedoch nicht schmälern.

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— 5. Ensemble de Cuivres Valaisan (Jean-François Bobillier) - Music of the Spheres (Philip Sparke)

Feine Eröffnung durch das Es-Horn, bevor ein mächtiger Urknall in der Perkussion die Band ins All schiesst. Das Werk war letztens Teststück am British Open und mit dieser Leistung hätte sich das Ensemble de Cuivres Valaisan nicht verstecken müssen.

Souveräner Auftritt des Principal Cornetisten und Solo Euphoniums, welche im Zusammenspiel für einen Hühnerhautmoment sorgen.

Die Band gehört zu den lautesten des Teilnehmerfelds und mit voller Energie schliessen das Stück ab. Zu recht nehmen sie grossen Applaus entgegen.

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— 4. Liberty Brass Band (Stefan Roth) - English Heritage (George Lloyd)

Die Ostschweizer präsentieren uns das älteste Werk des Tages, das einzige aus dem 20. Jahrhundert. Wir hören eine ganz andere Musik und die Liberty Brass Band darf sich auf einen massiven Tubaklang verlassen.

Es ist wohltuend, mal etwas anderes zu hören und sie zeigen, dass sie nebst dem wilden Zorro von heute Morgen auch anders können. Trotz seinem Alter ist das Stück nicht minder schwierig.

Schönes Posaunensolo und wiederum ein klarer musikalischer Aufbau zum Schluss hin erkennbar.

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— 3. Brass Band Berner Oberland (Véronique Gyger) – A Brussels Requiem (Bert Appermont)

Sanfte Cornet-Klänge eröffnen das Werk von Appermont, welches die Terroranschläge von Brüssel verarbeitet. Das Lied «Au Claire de la Lune» wird von den Hörnern eingeführt und sobald man es sich gemütlich gemacht hat, erklingt die Gefahr durch die Cornets.

Die BBO nimmt uns mit auf diese Achterbahn der Gefühle und macht die Emotionen im Saal fühlbar.

Flinke Hände am Hi-Hat und auf der Snare Drum mit dem vermutlich leisesten Wirbel aller Zeiten sind eine Einheit mit der Dirigentin und der Band.

Die Euph-Bariton-Tuba-Section produziert sonore Klänge und leitet den Schluss ein, bei dem sie nochmals alle Emotionen durchleben und kraftvoll abschliessen. Wunderbar, wie uns die BBO die Programmmusik von Appermont in deutlichen Farben aufzeichnet.

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— 2. Oberaargauer Brass Band (Roland Fröscher) – Extreme Make-Over (Johan de Meij)

Die Oberaargauer hatten nach Startnummer 10 am Vormittag nur eine sehr kurze Pause. Eventuell ist es ein Nachteil, dass sie nun nicht so frisch sind oder ein Vorteil, da sie die Konzentration gleich hoch halten konnten.

Mit einem erfrischenden Beginn beweisen sie, dass sie noch voll im Fokus sind. Ein Quartett eröffnet stehend in der Mitte der Band das beliebte Werk von Johan de Meij und der Übergang in die heiklen ausgehaltenen Unisono-Töne gelingt hervorragend. Auch die weiteren delikaten Übergange gelingen höchst konzentriert.

Die Fuge wird von der Solo Hornistin brillant eröffnet und der Rest der Band folgt. Topmotivierte Perkussionisten begleiten den fulminanten Schluss.

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— 1. Valaisia Brass Band (Arsène Duc) - The Triumph of Time (Peter Graham)

Wir starten nach einer minimalen Pause direkt in das Nachmittagsprogramm. Der Komponist des ersten Wettstücks bleibt zu Beginn jedoch der gleiche.

Die Valaisia Brass Band beginnt mit eindrucksvoller Technik und man spürt die unheimliche Qualität der Cornetisten bis auf den hintersten Stuhl. Sie lassen die extrem schwierigen Läufe einfach erklingen.

Wiederum fantastische Solisten, wobei Solo Horn und Flügelhorn hervorzuheben sind. Die Band überzeugt mit so filigranem und feinem Spiel in den ruhigen Momenten, dass man aufpassen muss, nicht in den Schlaf gewiegt zu werden vor lauter Wohlklang.

Gegen Schluss drehen sie auf und die offene Formation der Band bedingt eine mächtige Dynamik im grossen Saal. Ein ewiger Schlusston endet in Jubelschreien. Die Valaisia Brass Band hat ihre Ansprüche aufs Podest wieder geltend gemacht.

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— 10. Oberaargauer Brass Band (Roland Fröscher)

Die letzte Band des Vormittags tritt an. Die Oberaargauer Brass Band lässt uns Z1920 nochmals geniessen. Das fantastische Stück wird einem nicht langweilig und auch in ihrer Version lassen sich immer noch neue Facetten entdecken.

Ein schönes Flügelhorn-Solo lässt die Lolita bildlich vor den Augen entstehen und beim Euphonium-Solo hören wir den längsten Pedalton des Tages.

Ein kraftvoller Abschluss des Vormittags.

Nach einer nur ganz kurzen Pause geht es um 13.20 Uhr weiter mit den Selbstwahlstücken.

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— 9. Brass Band Berner Oberland (Véronique Gyger)

Die ersten zwei Perkussionsfermaten werden ausgekostet und erzeugen eine mysteriöse Stimmung. Mit einem riesigen Atmer im Tubaregister schickt sich die BBO auf den Weg durch den Stummfilm.

Und sie scheinen die spitzigsten Schwerter eingepackt zu haben. Angeführt von ihrem Zorro spielen sie die zickigsten Sechzehntel, wie es zum Mariachi-Stil passt. Die einzelnen Töne sind auch in den schnellen, leisen Stellen verständlich. Das ungewöhnlich laut notierte Flügelhornsolo hören wir anschliessend fehlerfrei und mit viel Gefühl.

Zum ersten Mal hören wir die Euphoniumkadenz stehend am Bühnenrand. Dadurch wirkt sie sehr überzeugend und ist im ganzen Saal eindeutig wahrnehmbar. Wir sind nicht immer Fan von zu viel Bewegung, aber im KKL scheint es sich auszuzahlen.

Im spielfreudigen Schwertkampf bewegen sich die beiden Cajon-Spieler absolut synchron, was sich auch in einen einheitlichen Klang auswirkt. Diese Spielfreude nehmen sie mit in einen rauschenden Schluss.

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— 8. Ensemble de Cuivres Valaisan (Jean-François Bobillier)

Auch die Walliser haben in Form von Bastien Gaillard einen starken Zorro dabei. Seine Solos trägt er auswendig und mit blitzblanker Technik vor. Den Schwertkampf starten sie mit energischem Klatschen und dem zügigsten Tempo des Tages.

Sie vermögen es, anschliessend sofort den Schalter umzulegen und das lieblichste Thema zu präsentieren. Ebenfalls mit viel Energie ist der Tangoabschnitt, wobei es vielleicht etwas hart wird. Doch das braucht es vermutlich, um die Juroren hinter dem Vorhang abzuholen.

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— 7. Liberty Brass Band (Stefan Roth)

Olé! Die Liberty Brass Band mit einer feurigen Performance, als hätten sie hinter der Bühne einen Haufen Chilis gefuttert. Über das erste Drittel des Werks gelingt ihnen ein riesiger Spannungsaufbau und dann übernimmt der mutigste Zorro des Tages.

Simon Gabriel, der im Frühjahr 2026 den Posten übernommen und den Europäischen Solistenwettbewerb gewonnen hat, beweist eindrücklich seine Qualitäten. Seine Trompetenerfahrung kommt ihm zu gute und er ballert die Solos in den Saal wie ein waschechter Mariachi. Ay caramba!

Der Vortrag kommt nicht ganz ohne Kratzer durch, doch der Stummfilm wurde vollends zum Leben erweckt.

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— 6. Valaisia Brass Band (Arsène Duc)

Arsène Duc wartet, bis im Saal keine Stecknadel mehr fallen gehört wird, um maximale Spannung zu erzeugen. Sie beweisen sehr viel Feingefühl und besonders der mittlere Teil erzeugt Hühnerhaut.

Zorro-Principal und Capitano-Euphonium trumpfen grandios auf. Einzig die Snare Drum überdeckte leider teilweise die Solisten etwas. Ansonsten sehr kompakter Bandklang und schöne Gestaltung des Dirigenten.

Ein sehr starker Auftritt der Valaisia Brass Band, die heute den Hattrick schaffen könnte.

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— 5. Brass Band Fribourg (Robin Bartholini)

Auch die Fribourger greifen tief in die Trickkiste. Sie wiederholen den Tuba-Trick der BML und warten mit weiteren Aktionen auf. Zum Beispiel haben sie einen 2. Cornetisten, der Teilzeit als Flügelhornsolist auftritt.

Wir hören einen sehr überzeugenden Zorro-Principal Cornetisten. Er strahlt eine Gelassenheit, aber doch den nötigen Biss des Schwerthelden.

Robin Bartholini, der neue Dirigent der Fribourger, zeigt einen schönen Dirigierstil und führt die Band gekonnt. Drei sinfonische Schlusstöne beenden das Werk. Die Kombination aus Band und Dirigent schein zu harmonieren.

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— 4. Brassband Bürgermusik Luzern (Michael Bach)

Die Bürgermusik sorgt für das wohl kurioseste Bild des Tages: Die Flügelhornsolistin spielt am Bühnenrand in den Tubabecher und als sie fertig ist, steht der vermeintliche Tubist auf, lässt das Instrument stehen, setzt sich ins Solo Cornet-Register und nimmt dort sein richtiges Instrument auf. Verwirrte Blicke im Publikum.

Weiteres technisches Detail: Beim Schwertkampf benutzt die Bürgermusik nur ein Cajon anstatt zwei, dafür mit einem Bass Drum-Pedal. Ein geschickter Schachzug der allgemein überzeugenden Perkussionisten.

Musikalisch war der Vortrag der Bürgermusik ein Steigerungslauf, der stark begonnen hat und spätestens ab dem Tango richtig ins Fliegen kam. Das Finale war eine Wucht und die BML, bewies Kontrolle bis zum Fortefortissimo, wo sich noch einmal ein Schippe drauflegte und den ersten Jubelsturm des Tages abholte.

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— 3. Brass Band 13 Étoiles (Frédéric Théodoloz)

Die Rekordsieger des Wettbewerbs eröffnen mit einem schönen Es-Horn-Trio. Die Echoeffekte sind wohl ausbalanciert. Im zweiten Satz, Lolita – A Damsel in Distress, beweisen sie ihre grosse Musikalität mit einer grosszügigen Gestaltung. Angeführt von «Lolita» auf dem Flügelhorn kreieren sie magische Momente.

Der Posaunensatz ist durchwegs kompakt wie eine Eins und gibt dem Tango auf der Hacienda mitreissenden Zwick. Die Fortepiano werden sehr effetkvoll präsentiert und die Transparenz ist einmal mehr eindrücklich.

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— 2. Brass Band Luzern Land (Patrick Ottiger)

Mit einem stabilen sechsköpfigen Tubaregister steigen die Luzerner ins Werk. Wir sehen zum ersten Mal die Flügelhornsolistin am Bühnenrand in eine Tuba rein spielen, wie es vom Komponisten optional vorgegeben ist. Der Effekt ist wohl mehr fürs Auge als fürs Ohr, so oder so schön gespielt.

Alle Solisten der Brass Band Luzern Land sind aktiver, stehen auf oder drehen sich nach vorne. Das scheint sich akutstisch in diesem Saal auszuzahlen. Auf dem Balkon kommt auf jeden Fall deutlich mehr an.

Die Euphonium-Kadenz von «Captain Ramon» wird mit massiven Pedaltönen abgeschlossen. Beeindruckend.

Patrick Ottiger beginnt zu tänzeln, ein untrügliches Zeichen, dass die Band auf Kurs ist. Zusammen rauschen sie durch den Schlussteil und schliessen das Werk mit drei effektvollen Schlusstönen ab.

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—1. Wallberg Band (Paul Holland)

Zum ersten Mal hören wir das mitreissende Werk Z1920 von Peter Graham, welcher höchst persönlich heute in der Jury sitzt. Die Wallberg Band und Paul Holland hatten letztes Jahr einen grossen Erfolg und verpassten den Sieg nur um einen mickrigen Punkt.

Der Tuba-Choral zum Einstieg gestalten sie mit grossem Feingefühl. Sie nehmen sich viel Zeit um die Melodielinie auszuphrasieren. Dann übernimmt Es-Horn-Star Jonathan Bates das Solo und verbreitet seinen butterzarten Klang durch den Salle Blanche.

Das Stück nimmt Fahrt auf, doch Paul Holland zügelt die Band geschickt in der Dynamik, wie es in der Partitur verlangt wird. Zorro tritt auf, aber eine kleine Nervosität oder Müdigkeit lässt ihn den Kampf noch nicht sofort gewinnen.

Eine solide Performance zum Start in den Tag.

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Hier ist die Startreihenfolge des Vormittags:

  1. Wallberg Band (Paul Holland)
  2. Brass Band Luzern Land (Patrick Ottiger)
  3. Brass Band 13 Étoiles (Frédéric Théodoloz)
  4. Brassband Bürgermusik Luzern (Michael Bach)
  5. Brass Band Fribourg (Robin Bartholini)
  6. Valaisia Brass Band (Arsène Duc)
  7. Liberty Brass Band (Stefan Roth)
  8. Ensemble de Cuivres Valaisan (Jean-François Bobillier)
  9. Brass Band Berner Oberland (Véronique Gyger)
  10. Oberaargauer Brass Band (Roland Fröscher)

In Kürze geht es los. Das KKL ist gut gefüllt, es ist angerichtet!


Das Teststück: Z 1920

Der Maskierte ist zurück – diesmal nicht im Kino, sondern auf dem Notenpult. Mit Z 1920 (Scenes from a Silent Movie) legt der schottische Komponist Peter Graham das zweite Werk seiner geplanten Trilogie über Stummfilme der 1920er-Jahre vor. Den Auftakt hatte 2019 Metropolis 1927 gemacht. Nun folgt eine musikalische Hommage an einen der bekanntesten Abenteuerfilme der Stummfilmära.

Vorlage für Z 1920 ist der 1920 entstandene Douglas-Fairbanks-Klassiker The Mark of Zorro, selbst eine Verfilmung von Johnston McCulleys Pulp-Roman The Curse of Capistrano (1919). Der Film gilt als Blaupause des Zorro-Mythos, der bis heute in Kino und Popkultur nachwirkt. Grund genug für Graham, ihm ein eigenes Klangporträt zu widmen.

Die Hauptfiguren erhalten dabei feste instrumentale Stimmen:

  • Don Diego – 1. Solo Cornet
  • Zorro, Don Diegos Alter Ego – 2. Solo Cornet (Spezialpreis für das Solo in den Buchstaben D–E & P–Q)
  • Lolita, die Geliebte – Flügelhorn
  • Captain Ramon, der Unterdrücker – Euphonium

Z 1920 wurde von der Brighouse & Rastrick Band unter David King in Auftrag gegeben. Sie führten das gut 14-minütige Werk als Selbstwahlstück an den Europameisterschaften am 4. Mai 2024 in der Palanga Concert Hall in Litauen auf. Das Stück hat einen enorm hohen Unterhaltungswert und sticht aus den Neukompositionen der letzten Jahre heraus. Es wirkt - auf extrem hohem Niveau gesprochen - einfacher und weniger komplex als viele aktuelle Teststücke, was auf einzelne Stimmen in der Band sicher zutrifft. Die Registerführer haben aber durchaus sehr schwierige Soli zu meistern und das Zusammenspiel erfordert höchste Konzentration. Ausrutscher liegen keine drin.


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Teststück, Jury, Favoriten

Alles Wissenswerte zum heutigen Tag finden Sie in unserer grossen Vorschau. Was live passiert, lesen Sie hier im Ticker.

Wir freuen uns auf einen grandiosen Wettbewerb!


Herzlich willkommen zum Liveticker des 36. Besson Swiss Open Contest!

Wir berichten live aus dem Salle Blanche und freuen uns auf einen spannenden und höchst unterhaltsamen Wettbewerbstag. Macht die Valaisia Brass Band den Hattrick perfekt oder können sie wieder einmal bezwungen werden?

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