
In der SRF Volksmusik-Sendung «Potzmusig» drehte sich gestern alles um Schweizer Blasmusik. Sechs exquisite Formationen aus allen Sprachregionen spielten in schönster Manier auf der legendären Bühne des Theater National in Bern. Mit der MG Konkordia Aedermannsdorf SO, der Fanfare La Dixence d'Hérémence VS und der Musica da Domat GR traten drei Brass Bands auf. SRF-Musikwelle-Redaktor Roman Portmann erzählt zwischendurch im Gespräch mit Moderator Nicolas Senn spannende Details aus der Welt der Blasmusik. Hätten Sie gewusst, welcher Kanton die meisten Musikanten pro Einwohnende zählt?
Blasmusik ist nicht nur sehr beliebt, sondern auch Teil der nationalen Volkskultur. Mit 54'000 Mitgliedern ist der Blasmusikverband der grösste Amateurmusikverband der Schweiz. Die SRG SSR hat im Rahmen eines Förderprojekts sechs Vereine ins Theater National in Bern eingeladen, um neue Blasmusik professionell einzuspielen und so der Blasmusik zu einer grösseren medialen Plattform zu verhelfen. Aus der Deutschschweiz nahmen die Konkordia Aedermannsdorf und der Musikverein Dietlikon teil, aus der Romandie die Fanfare L'Ancienne Courgenay und die Fanfare La Dixence d'Hérémence, aus dem Tessin die Filarmonica Unione Carvina und aus der rätoromanischen Schweiz die Musica da Domat.
Es ist für die Blasmusik im Allgemeinen und die Brass Band-Szene im Speziellen extrem wichtig, in den Medien Präsenz zu bekommen, um unser lohnenswertes Hobby den Leuten bekannt zu machen. Die unzähligen Stunden, die wir im stillen Kämmerlein üben und dann in mitreissende, emotionale Konzerte verwandeln, dürfen mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommen! Welches andere Hobby dient mehr der Öffentlichkeit und der Gemeinschaft als unsere Musik?
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