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- Alice Zehnder

18. GP Birmenstorf: Der Titel geht ins Wallis!

Das Ensemble de Cuivres Valaisan gewinnt den 18. Grossen Preis von Birmenstorf vor der Brass Band Berner Oberland und der Brass Band Imperial Lenzburg.

Die Stimmung in der ausverkauften Halle in Birmenstorf war voller Vorfreude und Spannung auf die Unterhaltungsshows der drei Bands. Und so ging ein freudiger Ruck durchs Publikum als der Moderator Daniel Schneider die erste Band des Abends auf der Bühne willkommen hiess.

Tierisches Spektakel der Lenzburger

Die Brass Band Imperial Lenzburg zog bei der Auslosung die Startnummer eins und war wohl nicht unfroh, ihre aufwändige Video-Installation bereits früh neben der Bühne vorbereiten zu können. Die Show entführte das Publikum in eine musikalische Tierparabel, die von der Geschichte des Vogels Zazu (aus König der Löwen) und seiner Gefährtin Tula handelte. Auf einer Leinwand neben der Bühne wurden parallel zur Live-Musik, Bilder und eine Erzählerstimme abgespielt, welche die dramatische Geschichte von Gefangenschaft und Freiheit unterstützte.

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Mit einer tollen Musikauswahl, welche vom Bandmitglied Alejandro Inauen eigens für diese Show arrangiert wurde, durchlebte das Publikum die verschiedenen Gemütszustände der Geschichte. So wurden Auszüge aus Circle of Life (Elton John), das Adagio aus dem Ballett Spartacus (Aram Khatachurian), Flight of the Silverbird (Thomas Bergersen), Under the Stars (Hans Zimmer) oder Fix You (Coldplay) gefühlvoll vorgetragen. Das aufwändige Zusammenspiel von Musik, Licht und Erzähler funktionierte sehr gut und Philipp Werlen dirigierte die Band präzise durch die Szenen.

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Valaisan spielt mit den Emotionen

Als zweite Band war das Ensemble de Cuivres Valaisan am Start. Sie setzte ganz auf Gefühle. Mit einem Glücksrad auf der Bühne, auf welchem verschiedene Emotionen wie Wut, Freude, Kühnheit, Begehren oder Traurigkeit beschrieben waren, wurden per schwunghaftem Drehen die Emotion für das jeweils nächste Musikstück bestimmt. Natürlich war nicht alles dem Zufall überlassen, denn der junge Musikant Louis drehte das Rad immer passend zur Geschichte auf den jeweiligen Gefühlszustand.

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In einer sehr witzigen und publikumsnahen Show, mit Stücken wie Der lustige Bua (Mnozil Brass), A Gaelic Blessing (John Rutter), Erinnerung an Zirkus Renz (Gustav Peter) oder You can leave your hat on (R. Newman), sprang der Funk zum Publikum schnell. Das mit verbundenen Augen vorgetragene Vibraphon-Solo weckte Begeisterungsstürme und spätestens als der kleine Louis sein Cornet-Solo auswendig und mit dem Klang eines professionellen Musikers vortrug, war Gänsehaut angesagt und die eine oder andere Träne wurde im Publikum verdrückt.

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Der wundervolle Brass-Sound der Band mit seinen vielen Nuancen und der neckisch inszenierte Streit des Jungen mit dem Dirigenten Jean-Francois Bobillier, wer denn nun als nächstes am Emotionsrad drehen darf, unterstützten die spielerische Leichtigkeit, mit welcher die Stücke vorgetragen wurden. Die Band hatte sichtlich Spass auf der Bühne.

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Die BBO in Spanien

Den Abschluss des Wettbewerbs bestritt die Brass Band Berner Oberland. Sie entführte das Publikum thematisch nach Spanien – zu Beginn mit der spanischen Nationalhymne und dem Hissen der Flagge. Mit dramatischen Fussballszenen, Flamenco-Tänzen und der Tomatenschlacht La Tomatina wurde viel Klamauk geboten.

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Passend dazu ertönten spanische Klänge aus Stücken wie, El es el Senor (Dean Jones), Habanera (Bizet), Amparito Rocca (Jaime Texidor) oder El Torero (Jonathan Bates). Viele feinfühlige Solo-Einlagen zeigten das breite Spektrum der Band, so auch das vierstimmige Flügelhorn-Solo Recuerdos de la Alhambra (F. Tarrega) oder das Cornet-Solo La Virgen de la Macarena (trad.). Mit dem Hit Macarena versuchte die Band sich auch tänzerisch und der Dirigent Manuel Imhof musste nebst der präzisen Taktgabe auch noch als Stier verkleidet dem roten Tuch nachjagen – mühelos, so schien es.

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Das Publikum entscheidet

Die Entscheidung über die Rangierung lag nun beim Publikum. Mittels der Stimmkarte musste die Bewertung festgelegt werden. Das anschliessende Galakonzert wurde durch die Brass Band Berner Oberland unter der Leitung von Manuel Imhof bestritten und bot eine stimmige Bandbreite an Brass-Klängen vom gefühlvollen Bariton-Solo Varied Mood (Ray Woodfield) gespielt durch Dominique Heuberger bis hin zum Marsch Viva Birkinshaw (William Rimmer).

Die beiden veranstaltenden Vereine Musikverein Birmenstorf und Stadtmusik Mellingen nutzten die Zeit des Galakonzerts für die Auswertung der Stimmkarten. So konnten an der Rangverkündigung durch den OK-Präsidenten Thomas Zehnder folgende Resultate bekannt gegeben werden:

  1. Rang: Ensemble de Cuivres Valaisan (ECV), 1176 Punkte
  2. Rang: Brass Band Berner Oberland (BBO), 885 Punkte
  3. Rang: Brass Band Imperial Lenzburg (BBI), 809 Punkte

Zum krönenden Abschluss des Abends wurde die inoffizielle Brass Band-Hymne Pomp and Circumstance No.1 (Edward Elgar) in einem klangstarken Finale durch die BBO aufgeführt und dem Publikum als Ohrwurm mit nach Hause mitgegeben.

Kommentar

1 Kommentar
Das war sehr schön... Vielen Dank für den coolen Anlass...