Sonderausstellung des Klingenden Museums Bern und Konzert auf historischen Instrumenten
«Anno 1811 ist die jezige Musick=Gesellschaft zusammen getretten» vermerkte in seinem Notenbuch ein Musiker der Rorschacher Blasmusik. Von dieser sind im Klingenden Museum Bern 20 Originalinstrumente und 49 Notenbücher erhalten. Wir rekonstruieren in Ausstellung und Konzert deren Klang und Musizierpraxis – und damit die Anfänge der bis heute schweizweit populären Blasmusikkultur.
Die Sonderausstellung «Anno 1811» vermittelt dies klingend mittels Videos einer Wiederaufführung dieser Musik (live gespielt an der Vernissage), zeigt die Originalinstrumente und -noten und lässt das damalige Vereinsleben aufgrund neu entdeckter Dokumente aufleben. Sie richtet sich an allgemein Musikbegeisterte jeden Alters und selbstredend an Bläserinnen und Bläser.
Hintergrund ist das Forschungsprojekt der Hochschule der Künste Bern «Das Hundwil-Konvolut als Quelle zur Genese der Blasmusik in der Schweiz», gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds. Dieses zeigt auf, dass die ältesten der im Museum erhaltenen Notenbücher und Instrumente sogar auf die Zeit vor 1800 zurückgehen und dass sich Musik und Besetzung dieser Blasmusik danach kontinuierlich modernisierte: Stücke von Johann Strauss, Vincenzo Bellini und anderen wurden ebenso ergänzt wie die damals brandneuen Ventil-Blechblasinstrumente.


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Zur Ausstellung im Klingenden Museum

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