Beim Europäischen Jugend Brass Band Wettbewerb in Linz setzten sich norwegische Ensembles in Development und Premier Section eindrucksvoll durch. Österreich und die Schweiz ergattern sich die restlichen Podestplätze.
Das Brucknerhaus erlebte am Sonntag den Höhepunkt des 11. European Youth Brass Band Contests: In gleich zwei Sektionen kämpfte die europäische Nachwuchselite um Punkte und Platzierungen — und am Ende war es Norwegen, das in beiden den Ton angab.
Development Section
In der Development Section, dem Sprungbrett für aufstrebende Jugend Brass Band, lieferte Smørås Skolemusikk unter Torstein Tømmermo Holmås die Darbietung des Tages. Mit 96 Punkten setzte sich das norwegische Ensemble klar an die Spitze. Nur einen Punkt dahinter folgte das ebenfalls norwegische Ytrebygda Skolekorps unter Thor-Arne Pedersen mit 95 Punkten — ein Doppelerfolg, der das Publikum im Saal aufhorchen ließ.

Den Bronzerang sicherte sich mit der Junior Brass Band Oberösterreich ein Heimensemble: Stefan Spieler dirigierte sein Ensemble zu 93 Punkten und erntete dafür besonderen Applaus des Linzer Publikums. Die Brass Band Aukštyn aus Litauen (92 Punkte) und Wardle Academy Youth Band aus England (90 Punkte) komplettierten das Feld dieser Sektion.
| Rang | Ensemble | Land | Dirigent/in | Pkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Smørås Skolemusikk | Norwegen | Torstein Tømmermo Holmås | 96 |
| 2 | Ytrebygda Skolekorps | Norwegen | Thor-Arne Pedersen | 95 |
| 3 | Junior Brass Band Oberösterreich | Österreich | Stefan Spieler | 93 |
| 4 | Brass Band Aukštyn | Litauen | R. Vilys & P. Visser | 92 |
| 5 | Wardle Academy Youth Band | England | Bradley McCulloch | 90 |
Pflichtstück: «Meet the Giants» (Thomas Murauer)
Bester Solist: Benjamin Winter — Trompete · Smørås Skolemusikk

Premier Section
In der Premier Section dominierte erneut eine norwegische Formation: Die Hordaland Ungdomsbrassband unter Reid Gilje überzeugte mit 95 Punkten und dem Gesamtsieg. Die Jury lobte besonders die musikalische Reife und klangliche Präzision in der Interpretation des Pflichtstücks «Burn the Church!» des österreichischen Komponisten Otto M. Schwarz.
Silber ging an die österreichische Catch Basin Brass Band unter Georg Pranger (94 Punkte) — erneuter Heimjubel im Brucknerhaus. Den Bronzeplatz sicherte sich die Liberty Brass Band Junior aus der Schweiz, dirigiert von Roman Ledergerber, mit 93 Punkten. Die National Youth Brass Band of Denmark belegte mit 91 Punkten Rang vier, gefolgt von der Jugend Brass Band Oberösterreich mit 89 Punkten. Seindorf leuencitd Beaumaris (Wales) und Youth Brass 2000 (England) komplettierten das Teilnehmerfeld.

| Rang | Ensemble | Land | Dirigent/in | Pkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Hordaland Ungdomsbrassband | Norwegen | Reid Gilje | 95 |
| 2 | Catch Basin Brass Band | Österreich | Georg Pranger | 94 |
| 3 | Liberty Brass Band Junior | Schweiz | Roman Ledergerber | 93 |
| 4 | National Youth Brass Band of Denmark | Dänemark | Stig Maersk | 91 |
| 5 | Jugend Brass Band Oberösterreich | Österreich | Thomas Beiganz | 89 |
| 6 | Seindorf leuencitd Beaumaris | Wales | Pete Cowlishaw | 87 |
| 7 | Youth Brass 2000 | England | Chris Jeans | 86 |
Pflichtstück: «Burn the Church!» (Otto M. Schwarz)
Bester Solist: Luca Bodmer — Liberty Brass Band Junior (Schweiz)

Bilanz: Norwegen setzt Maßstäbe
Die Gesamtschau des Tages hinterlässt ein klares Bild: Norwegen hat sich als dominierende Kraft im europäischen Brass-Nachwuchs etabliert. Beide Sektionssiege gingen an norwegische Ensembles, und auch der Solistenpreis der Development Section verblieb in skandinavischen Händen. Österreich darf sich hingegen über eine starke Gesamtbilanz freuen: Zwei Heimensembles auf dem Podium — die Junior Brass Band Oberösterreich in der Development Section und Catch Basin Brass Band in der Premier Section— unterstreichen die Tiefe des österreichischen Brass Band-Nachwuchses.
Für die Schweiz war es Luca Bodmer, der als bester Solist der Premier Section für das persönliche Highlight sorgte und der Liberty Brass Band Junior mit dem dritten Ranges einen dauerhaften Platz in der Erinnerung des Wettbewerbs sicherte. Die internationale Jury unter Grethe Tonheim und Jan Van der Roost hob die außergewöhnliche Qualität und stilistische Vielfalt des gesamten Teilnehmerfelds hervor — ein Zeichen, dass der europäische Brass-Nachwuchs auf breiter Front erstarkt.
Der 11. EYBBC bestätigt damit einmal mehr seine Rolle als wichtigste Plattform für den musikalischen Nachwuchs der europäischen Brass Band-Szene.

Die offiziellen Ranglisten


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