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- Michael Franz

British Open: Foden's holt sich den 14. Titel

Die diesjährige British Open Brass Band Championship ist Geschichte: Die Foden's Band unter Russell Gray hat sich mit Philip Sparkes Teststück Music of the Spheres gegen ein Starterfeld von 19 Bands durchgesetzt und sichert sich damit die Einladung, England 2028 an den Europameisterschaften zu vertreten.

Das Podest

Hinter Foden's reihen sich mit der belgischen Brass Band Willebroek (Frans Violet) und Brighouse & Rastrick (Prof. David King) zwei Bands ein, die in dieser Saison konstant zu den Topformationen zählten. Bemerkenswert: Mit Willebroek schafft es erneut eine kontinentaleuropäische Band aufs Podest. Ein weiterer Beweis, dass sich der einstige Vorsprung der britischen Spitzenbands zunehmend verringert. Auf den Rängen vier und fünf folgen die überraschende Sydney City Brass unter Jason Katsikaris, die mit ihrer weiten Anreise aus Australien die internationale Ausstrahlung des Wettbewerbs unterstreicht, sowie Leyland unter Daniel Brooks.

Die Traditionsbands Black Dyke (Prof. Nicholas Childs) und Cory (Philip Harper) landen mit den Rängen neun und dreizehn deutlich unter ihren eigenen Ansprüchen – ein Resultat, das in den kommenden Wochen sicher intern aufgearbeitet werden dürfte. Auch Grimethorpe Colliery unter Allan Withington reiht sich mit Platz 17 im hinteren Bereich ein.

Die Juroren waren sich einig

Mit Martyn Brabbins, Arsène Duc und David Hirst sass ein international besetztes Jurorenteam hinter dem Vorhang. Dass sich die drei am Ende auf eine klare Reihenfolge einigen konnten, spricht für ein Teststück, das den Bands wenig Raum liess, sich hinter Interpretationsspielräumen zu verstecken. Music of the Spheres verlangt technische Präzision ebenso wie musikalische Reife, und genau das dürfte am Ende den Ausschlag gegeben haben.

Bittere Pille für Amersham und EverReady

Weniger erfreulich verlief der Tag für Amersham (Paul Fisher) und EverReady (David Morton): Mit den Rängen 18 und 19 steigen beide Bands in den Grand Shield 2027 ab. Für Amersham, das sich in den letzten Jahren im gesicherten Mittelfeld der Open bewegte, dürfte das ein herber Rückschlag sein.

Die Solistenpreise

Auch abseits der Bandwertung gab es Anerkennung für herausragende Einzelleistungen:

  • Stanley Wainwright Memorial Trophy für den besten Solisten: Andy Moore (Horn) – Brighouse & Rastrick
  • Brian Evans Memorial Trophy (bestes Soprano Cornet): Richard Poole – Foden's
  • Geoffrey Whitham Memorial Trophy (bestes Euphonium): Kevin van Giel – Brass Band Willebroek
  • Phillip McCann Trophy (bestes Cornet): Mark Wilkinson – Foden's

Dass gleich zwei der vier Solistenpreise an Foden's-Musiker gehen, unterstreicht die Breite, mit der die englische Band in diesem Jahr aufgetreten ist – der Titel kam also nicht von ungefähr.

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Die Foden's Band gewinnt die British Open zum 14. Mal (Bild: 4barsrest.com)

Die Rangliste

Teststück: Music of the Spheres (Philip Sparke)
Jury: Martyn Brabbins, Arsène Duc, David Hirst

  1. Foden's (Russell Gray)*
  2. Brass Band Willebroek (Frans Violet)
  3. Brighouse & Rastrick (Prof. David King)
  4. Sydney City Brass (Jason Katsikaris)
  5. Leyland (Daniel Brooks)
  6. Hepworth (Ryan Watkins)
  7. Tredegar (Ian Porthouse)
  8. Aldbourne (Glyn Williams)
  9. Black Dyke (Prof. Nicholas Childs)
  10. Carlton Main Frickley Colliery (Glenn Van Looy)
  11. Milnrow (Christopher Binns)
  12. Flowers (Paul Holland)
  13. Cory (Philip Harper)
  14. KNDS Fairey (Philip Chalk)
  15. Hammonds (Morgan Griffiths)
  16. the cooperation band (Katrina Marzella-Wheeler)
  17. Grimethorpe Colliery (Allan Withington)
  18. Amersham (Paul Fisher)**
  19. EverReady (David Morton)**

*vertritt England an den Brass Band-Europameisterschaften 2028
** Relegation in den Grand Shield-Wettbewerb

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